Die reichhaltigen Offerten im Augsburger Portfolio sind vor allem auf die Tatsache zurückzuführen, dass es sich um eine Universitätsstadt handelt. Dies bedingt ein reichhaltiges Nachtleben, das zum Teil auf einer lebendigen Schwulenszene gründet. Die meisten studentisch geprägten Lokale befinden sich im Süden der 300.000 Einwohner zählenden Metropole. Weiterer Hotspot ist die Maximilianstraße, wo sich zahlreiche Bars, Cafés und Clubs befinden.
Zweimal im Jahr, zu Ostern und im Spätsommer, geht das größte Volksfest der Region über die Bühne: der Augsburger "Plärrer". Kaum weniger Besucher-intensiv präsentieren sich die "Augsburger Sommernächte". Das Konzept verwandelt die Innenstadt in eine festliche Zone, in der Musik und Kulinarik die bestimmenden Größen sind. Hinzu kommt eine ausgeklügelte Illumination. Fester Bestandteil des städtischen Kalenders ist zudem der "Christopher Street Day". Immer im Juni kommt die LGTBQ-Szene zusammen, um für Toleranz und Offenheit im Umgang mit queeren Menschen zu werben.
Centro Bar
Selbstverständlich muss man(n) nicht auf den CSD warten, um seinesgleichen zu treffen. Auch außerhalb der Saison warten reichlich Gelegenheiten auf die Zielgruppe. Etwa in der "Centro Bar". Die in der Maximilianstraße gelegene Location empfiehlt sich speziell für Italien-affine Besucher und solche, die es in Zukunft werden wollen. Landestypische Speisen ergänzen die umfangreiche Getränkekarte und bilden einen willkommenen Ausgangspunkt für das Eintauchen in die schwule Szene der Fuggerstadt.
Kleiner Löwenhof
"Out of women" lautet die Losung im "kleinen Löwenhof", denn hier sind nur männliche Besucher zugelassen. Dies erhöht die Wahrscheinlichkeit einer interessanten Begegnung mit einem Vertreter der maskulinen Gattung. Wer einfach nur die Atmosphäre der gemütlichen Lounge-Bar genießen möchte, ist in der Barthshofstraße ebenfalls herzlich willkommen.
Wandelbar
Allen Gays mit ausgeprägtem Gesangs- und Bühnentalent sei die "Wandelbar" in der Donauwörther Straße ans Herz gelegt. Dies hat mit dem Schwerpunkt des Treffs zu tun: Er liegt auf dem Thema "Karaoke". Das ursprünglich fernöstliche Phänomen hat sich längst eine feste Domäne in Europa erobert und gehört in Augsburg zum regelmäßig wiederkehrenden Element des Nightlife. Erwünscht sind sowohl männliche wie weibliche Protagonisten, die sich dem Urteil des "neutralen" Publikums stellen. Zwar sind die Karaoke-Abende prinzipiell für jeden offen, doch das Gros der Anwesenden gehört in die Kategorie "schwul" beziehungsweise "lesbisch".
Okult
Gleichgeschlechtlich geht es auch in der Langen Gasse zu. Hier befindet sich das "Okult", ein Club, in dem verschiedene Discjockeys auflegen. Dementsprechend gestaltet sich der Sountdteppich allabendlich unterschiedlich. Das reguläre Programm sieht sich durch Live-Auftritte ausgesuchter Künstler*innen und bisweilen durch thematisch wechselnde Bühnenshows ergänzt. Sie arbeiten nicht selten dem homoerotischen Varieté-Segment zu.
Triebwerk
Eindeutig zweideutig kommt das Erotikkino "Triebwerk" daher. Die Liegenschaft befindet sich in der Bahnhofstraße, wo fast rund um die Uhr Indoor-Cruising möglich ist. Als "Stoßzeiten" gelten die Wochenend-gebundenen Abendstunden. Dann sind Kabinen, Kinosäle und Bar-Bereiche bestens ausgelastet. Auch der angeschlossene Erotik-Shop bietet die Chance auf eine intime Begegnung.