Geschlechtsumwandlung

Geschlechtsumwandlung – Alles, was du wissen musst

Geschlechtsumwandlung?

Eine geschlechtsangleichende Operation wird auch als GA-OP bezeichnet. Dabei handelt es sich um chirurgische Maßnahmen, die der Geschlechtsangleichung dienen und für Transgender entwickelt wurden. Primäre oder sekundäre Merkmale des Geschlechtes werden somit in Optik und Funktionalität dem Geschlechtsempfinden der betroffenen Person angeglichen. Diese chirurgischen Maßnahmen werden an intersexuellen und an transsexuellen Personen gemacht. Gleiche oder ähnliche Techniken der Operation werden im Übrigen auch nach einem Unfall oder einer Erkrankung durchgeführt, wenn es darum geht die Geschlechtsmerkmale wieder herzustellen.

Im Vergleich zu den 50iger und 60iger Jahren haben die Dosierungen an Hormonen heutzutage weniger Nebenwirkungen. Früher wurde oft Haarausfall oder Zahnausfall, bedingt durch die Hormontherapie beobachtet. Heute ist dies nur noch sehr selten der Fall. Auch die operativen Methoden sind heute erprobter und durch Lasertechnik verfeinert wurden. Nichtsdestotrotz bedeutet ein derartiger Schritt einen radikalen Eingriff für den Körper.

Transexualismus wurde bereits im Jahre 1981 durch das Stuttgarter Landessozialgericht als Krankheit angesehen, die der gesetzlichen Krankenversicherung unterliegt. Demnach besteht bei medizinischer Indikation für eine Geschlechtsumwandlung eine Pflicht der Krankenkassen für Mittel, die der Geschlechtsangleichung dienen, zu zahlen. Viele Menschen, die transsexuell sind, sind darüber erleichtert.

Voraussetzungen der Geschlechtsumwandlung

Es muss eine medizinische Indikation hierfür vorliegen. Für eine geschlechtsangleichende Operation ist ein Mindestalter von 18 Jahren Voraussetzung. Eine hormonelle Behandlung kann bereits vor dem 18. Lebensjahr begonnen werden.

Voraussetzungen für geschlechtsangleichende körperliche Behandlung

Bevor körperliche Behandlungsmaßnahmen erfolgen können, bedarf es einer psychiatrischen und psychotherapeutischen Begleitung und Behandlung. Dabei müssen Merkmale, auch durch die Erprobung der neuen Geschlechtsidentität im Alltag erfüllt sein.

Zu diesen Kriterien gehört eine gesicherte Diagnose durch angemessene Beobachtung des Verlaufs durch einen Psychiater oder Psychotherapeuten, eine ausreichende Therapie von psychischen Begleiterkrankungen und auch eine Aufarbeitung grundsätzlicher seelischer Probleme.

Weiterhin muss eine innere Stimmigkeit hinsichtlich des Identitätsgeschlechtes vorliegen, auch hinsichtlich seiner Ausgestaltung und wie diese Geschlechtsidentität gelebt wird. Der Betroffene muss in der Lage sein sämtliche Möglichkeiten, aber auch Grenzen und Schwierigkeiten der körperlichen Eingriffe realistisch einzuschätzen.

Erst, wenn diese Kriterien vorliegen, können somatische Behandlungstechniken beginnen.

Auschliessende Kriterien für eine Geschlechtsumwandlung

Leidet der oder die Betroffene unter einer instabilen Geschlechtsidentität oder liegt eine Alkohol- oder Drogenabhängigkeit vor, so ist keine medizinische Indikation für eine Geschlechtsumwandlung vorliegend. Weitere ausschliessende Merkmale sind beispielsweise eine manisch-depressive Krankheit, eine Schizophrenie, Suizidversuche in jüngster Vergangenheit, eine organische Erkrankung des Gehirns, eine Minderbegabung oder eine Instabilität im psychosozialen Bereich. Ein Alter unter 18, teils auch 21, Jahren oder ein Alter über 50 Jahren, sowie eine HIV-Erkrankung sind ebenfalls einschränkende oder gar ausschließende Faktoren für GA-OP’s.

Kommen nach einer GA-OP auch Wünsche nach Rückumwandlung?

Wünsche zur Rückkehr in die vorherige Geschlechterrolle kommen bei zutreffender Diagnosestellung und angemessener therapeutischer Vorsorge und Nachsorge recht selten vor.

Risiken hierfür sind eine nicht einwandfrei gestellte Diagnose oder keine gute psychotherapeutische Vorsorge und Nachsorge. Auch eine mangelnde Kooperation in die Vor-und Nachsorge oder das Fehlen einer ausreichend langen Erprobung im Alltag, können ein Risiko darstellen. Ein weiteres Risiko ist die fehlende Unterstützung des sozialen und familiären Umfelds oder das Nichterreichen einer zufriedenstellenden Partnerschaft. Eine andauernde Arbeitslosigkeit oder ungünstige körperliche Konstitutions-Merkmale können ebenfalls ein Risiko darstellen. Neben den üblichen Risiken einer Operation allgemein, wie Infektion oder Nachblutung, stellen die genannten Aspekte spezifischere Risiken dar.

Transsexualität von Frau zu Mann – Wie geht die Geschlechtsumwandlung?

Bei der Umwandlung von Frau zu Mann wird die weibliche Brustdrüse entfernt und ein Teil der Haut im Brustbereich. Eine flache Brust bleibt zurück. Ziel der Operateure ist, daß möglichst nur kleine Narben zurückbleiben.

Auch die inneren weiblichen Organe wie die Gebärmutter, die Eierstöcke und Eileiter werden entfernt. Die entfernung dieser Organe wird vorallem wegen des erhöhten Krebsrisikos durch die Hormonbehandlung empfohlen.

Statistik Geschlechtsumwandlungen

Dann beginnt der operative Eingriff der Genitalangleichung. Aus den großen Schamlippen wird zumeist ein Hodensack geformt. Dieser wird mit Hodenprothesen aus Kunststoff befüllt. Bei der Metaidoioplastik wird aus der durch die Hormonbehandlung vergrößerten Klitoris eine Harnröhre geformt.

Das Ergebnis sieht echt aus, aber in der Regel recht klein. Das geformte Organ ist weitgehend sensibel und auch Geschlechtsverkehr ist möglich.

Eine andere Methode ist die sogenannte Unterarmplastik. Hierfür meist meist aus dem linken Unterarm ein Hautlappen entnommen, woraus ein Penis geformt wird.

Die Größe des Penisses beträgt dann circa zehn bis zwölf Zentimeter, teils auch etwas mehr. Auch Hodenprothesen aus Kunststoff und ein Implantat zur Versteifung werden chirurgisch eingesetzt. Somit ist Geschlechtsverkehr möglich. Weitere Operationstechniken sind die Bauchmuskel-Plastik. Hierbei wird aus einem Bauchmuskel ein Penis geformt. Diese Methode ist allerdings sehr komplikationsreich und wird daher sehr selten bis überhaupt nicht mehr angewandt. Zunehmend beliebter wird allerdings die Latissimus-dorsi-Plastik. Aus dem breitesten Rückenmuskel wird ein penisähnliches Gebilde geformt.

Transsexualität von Mann zu Frau – Wie geht die Geschlechtsumwandlung?

Bei der Penisinvaginations-Methode der Geschlechtsangleichung findet ein Herauslösen der Eichel, Blutgefäße und Nerven aus dem Penis statt. Dieser Teil wird an der betreffenden Stelle dann wieder eingenäht. Somit ist eine Klitoris entstanden, die durch die erhaltenen Nervenenden ein Empfinden von Lust ermöglicht. Die Harnröhre werde ebenso herausgelöst und verkürzt. Hoden und Schwellkörper vom Schaft des Penisses werden komplett entnommen. Teilweise werden diese auch als vaginale Schwellkörper verwendet. Aus der Haut des Penis wird ein Hohlraum im Körper geschaffen. Dies ist die Vagina. Aus dem Hodensack werden die Schamlippen geformt. Teils ist eine zweite OP notwendig. Der geschaffene Kanal der Vagina kann nämlich zuwachsen.

Eine Nachbildung der inneren Organe wie Gebärmutter, Eierstöcke und Eileiter können medizinisch nicht nachgebildet werden.

Eine andere Methode stellt die sogenannte kombinierte Methode dar.

Hierbei wird die Klitoris auch aus der Eichel mitsamt den Gefäßen und Nerven des Penisrückens gebildet. Das innere der Vorhaut des Penisses bleibt erhalten. Daraus wird mit der Penishaut dann die Klitoris und die kleinen Schamlippen gebildet. Aus der Haut des Hodensackes oder aus der restlichen Haut des Penisses erfolgt dann die Bildung des Scheideneingangs.

Eine Vergrößerung der Brust kann erfolgen, wenn das Brustwachstum durch die hormonelle Behandlung nicht ausreichend wurde.

Auch eine Verkleinerung des Adamsapfels kann erfolgen.

Fazit

Ein derartiger Eingriff ist sehr radikal. Oftmals folgen weitere chirurgische Eingriffe. Nach dem Eingriff ist eine gute Eingliederung wichtig. Das soziale Umfeld sollte dabei helfend und unterstützend zur Seite stehen. Ohne die Unterstützung des Umfeldes ist es für eine Person, die Transgender und transsexuell ist, nicht so einfach, sich als das zu fühlen, was wir Alle sind: MENSCHEN!

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